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Normal

HERRLICH NORMAL

Auffallend, dass vieles, was sich im musikalischen Milieu abspielt, sich mit dem Wort „normal“ brüstet. Dies würde auch die normale Musik im Radio erklären. Dass Wikipedia das alles weiß, ich das einfach glaube, ist völlig normal. Ich selbst, ich weiß eigentlich nix. Ich lese nur.

Erstmal die Karte

ERSTMAL DIE KARTE

Der Kellner kommt an und fragt, was er Gutes für die beiden tun kann. F. denkt kurz nach, weiß, dass die Antwort, die sie wirklich auf seine Frage hat, den Kellner überfordern wird und fragt vorsichts(sicherheits)halber nach der Karte. Er bestellt ein Bier, vom Fass. Auf keinen Fall Flaschenbier. „Ein eiskaltes Bier, das kann nicht schaden“, behauptet B. und freut sich, dass er einmal nicht übers Wetter gesprochen hat.

Warten

WARTEN WARTEN WARTEN

Das kleine Warten: Warten auf die Gage, und weil dieser Mensch, der „Überweiser“, leider im Urlaub ist, und das für die nächsten acht Wochen, muss ich noch länger warten. Dafür darf man sich dann „freischaffender Künstler“ nennen.

Sagspiel

SAGSPIEL

Das habe ich aber jetzt schön gesagt, ein Sagspiel, kein Sagenspiel. Auch kein Sargspiel. Oh, ist das ein Spada-Wortspiel? Immer diese inhaltlosen Sagspiele. Meine Sagspiele, von Kritikern auch gerne als „Tourette-Poesie“ angesagt. Auf Kosten von nervlichen Erkrankungen lässt es sich doch immer noch am besten über Spadagesagtes lachen, äh, kritisieren.

Immer diese Kritik-Spastis, ey, gut, dass ich sowas nie sagen würde, nicht umsonst, das sage ich auch sehr gerne, sag ich, was ich zu sagen habe anHAND (Hand – oder Sagspiel?) meines Mittelfingers. Dass er das gesagt hat, unverschämt!

Kafka

KAFKA IM KRIEG

Vielleicht ist es auch meine Haarfarbe, mein schwarzes, gepflegtes Haar, mein über die ganze untere Gesichtshälfte gleichmäßig verteilter Drei-Tage-Bart. Oder sind es meine fehlenden Sommersprossen? Das ist mir gleich aufgefallen, als die beiden Herren meine Wohnung betraten. Ich habe viel bessere Haut, viel besseres Haar. Mein gesamter Kopf – und Gesichtsbereich ist viel besser ausgestattet und gepflegt.

WIR SCHAFFEN DAS, JESSICA!

Immer am Scheitern, immer am Rauchen und Trinken und trotzdem fantastisch dabei aussehen. Der Mann hat nicht einmal Angst vor dem Finanzamt oder vor Lungenkrebs. Vor miesen Kritiken sowieso nicht. Aber so leben, auf Dauer? Nein, danke. Oder vielleicht doch? Abwarten.

Lyrical identity

LYRICAL IDENTITY MIC DROP

Das hat die Regierung auch immer behauptet, dass Verräter ganz böse sind und böse Verräter fliehen immer nach Russland. In Russland werden die Verräter mittlerweile gezüchtet. Derweil auch vegan, gluten – und laktosefrei.

Why Bye

KNALLUHR

Vielleicht bleiben ein paar Cookies, Restschulden und ein wenig Datenmüll. Altmaterial ruht lautlos unter dem Weihnachtsbaum.

Alltag

ALLTAG

Radio an. I do I do I do yeah hallelujah, Beatsteaks. Gute-Laune-Song für alle Menschen, die gute Laune gut gebrauchen können. Vor Mittag brauche ich viele gute Laune. I do, really, yeah. Türklingel. Aufstehen. Mist. Rücken. Autsch. Alter? Ab 30 geht’s nur noch bergab. Durchhalten.

Trust Revolt

ALLES UMSONST

Vergesst den Geschichtsunterricht. Vergesst die Werte, die man uns früher mit auf den Weg gegeben hat. Vergesst auch, dass wir aus Fehlern lernen müssen, dass Frieden, Toleranz und Gespräche auf Augenhöhe wichtig sind, um zusammen weiterzukommen, sich weiter zu entwickeln. Alles ist gratis. Alles darf gesagt werden, nichts hat Konsequenzen.

HALLO SPA(R)DA

NUR WERTHER HATTE KLARE WERTE

Ich trinke nur noch Rotwein, ich bin in sämtlichen Museen des Landes ein gern gesehener Gast, ich trage einen roten Schal, ich mache nachdenkliche Portraitfotos, ich rauche Gitane, ich höre Beethoven und Bach, ich lese Feuilleton in einem französischen Bistro.